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Blaue Stunde: Fotografieren kurz nach Sonnenuntergang

Sie gilt als die Prime-Time vieler Fotografen: die blaue Stunde. Das Restlicht nach Sonnenuntergang kombiniert mit dem künstlichen Licht der Zivilisation durch Gebäude- und Strassenbeleuchtung erschafft eine ganz besondere Atmosphäre, die sich mit der Kamera perfekt einfangen lässt. Der noch etwas blaue Himmel bei Sonnenuntergang komplementiert sich optimal mit dem warmen Gelb der Beleuchtung, weshalb diese Zeit am Abend unter Fotografen «Blaue Stunde» genannt wird.

Fotos, die während der blauen Stunde geschossen wurden, eignen sich durch ihre imposante Wirkung besonders gut für grossflächige Wandbilder oder Fotokalender.

Brücke zur blauen Stunde

Wann ist die blaue Stunde?

Die blaue Stunde der Fotografie beginnt mit der Dämmerung beim Sonnenuntergang. Durch den jahreszeitlichen Gang der Sonne in gemässigten Breitengraden wie der Schweiz oder Deutschland wandert im Laufe des Jahres auch die Zeit des Sonnenuntergangs. Auch in den Minuten vor dem Sonnenaufgang bietet sich ein ähnliches Szenario an.

Vor Sonnenuntergang und nach Sonnenaufgang findet die Goldene Stunde statt. Sie ist gewissermassen das Gegenstück zur Blauen Stunde. Die tiefstehende Sonne sorgt hierbei für rötliches und weiches Licht. Diese Zeit des Tages ist bei Fotografen besonders beliebt um Portraitaufnahmen anzufertigen.

Blaue Stunde ausrechnen

Wer den Zeitpunkt des Sonnenuntergangs immer auswendig weiss, der kann die blaue Stunde auch im Kopf berechnen. Für die meisten von uns ist ein kleiner Helfer aber von Vorteil. Die Allround-App «PhotoPills» zeigt für jeden Ort weltweit – neben vielen anderen Funktionen – die blaue und goldene Stunde auf. Die App ist sowohl für Android wie auch im Apple Store erhältlich.

Etwas abgespeckter und auf die Kernaufgabe fokussiert ist die App «PhotoTime». Sie zeigt für den gewünschten Ort zuverlässig an, wann die blaue und goldene Stunde jeweils beginnt und sich wieder dem Ende zuneigt.

Wie lange dauert die blaue Stunde wirklich?

In Wirklichkeit dauert die blaue Stunde, anders als es der Name eigentlich vermuten mag, oftmals weniger als eine ganze Stunde. In gemässigten Breitengraden dauert die blaue Stunde 30 bis 45 Minuten an.

Die geographische Position zum Äquator und die damit verbundene Streuung des Sonnenlichts bestimmt die Dauer und Helligkeit des Spektakels. An den Polen kann die besondere Stimmung der Dämmerung während der blauen Stunde bis zu zwei Wochen andauern.

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Blaue Stunde richtig fotografieren: Was gilt es zu beachten?

Wer sich die Mühe macht, für die blaue Stunde zur richtigen Zeit am richtigen Ort zu sein, möchte auch mit einigen erfolgreichen Schnappschüssen nachhause gehen. Damit das Fotografieren der blauen Stunde auch klappt, gibt es einige Dinge zu beachten:

  1. ISO-Wert erhöhen: Nach Sonnenuntergang ist weniger Licht verfügbar als tagsüber. Deshalb muss der Kamerasensor empfindlicher eingestellt werden. Doch Vorsicht: ein allzu hoher ISO-Wert kann bei manchen Sensoren ein Bildrauschen verursachen.
  2. Blende weiter öffnen: Es gilt die Regel, dass je grösser die Öffnung der Blende ist, desto mehr Licht auf den Sensor der Kamera trifft. Eine grosse Blendenöffnung verringert jedoch die Tiefenschärfe eines Bildes. Eine kleine Blendenzahl bedeutet dabei immer eine grössere Blendenöffnung – ein Umstand, der manche Anfänger verwirren kann.
  3. Kamerastativ verwenden: Um der Kamera auch genügend Zeit zu geben, das Licht einzufangen, sind längere Belichtungszeiten notwendig. Deshalb ist während der blauen Stunde ein Stativ unabdingbar, um verwackelte Bilder zu vermeiden.
  4. Autofokus ausschalten: Bei schwachem Licht am Abend hat der Autofokus vieler Kameras Mühe, richtig zu arbeiten. Beim Fotografieren der blauen Stunde sollte der Fokus manuell gesetzt werden, um schärfere Bilder zu erreichen.


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